Kohärente Atmung
Gleich langes Ein- und Ausatmen ohne Pausen, etwa fünf bis sechs Atemzüge pro Minute — die Kadenz, in der Herz und Atem in Gleichschritt fallen.
Typischer Rhythmus
- Gleiches Ein- und Ausatmen (z. B. 5 s ein, 5 s aus)
- Ziel ~5–6 Atemzüge/Min.; nasal und diaphragmal
Funktionsweise
Herz-/kohärente Atmung nutzt gleiche Ein- und Ausatmung mit wenig oder keinen Pausen, häufig ~5–6 Atemzüge/Min. Dies maximiert die kardiorespiratorische Synchronie, erhöht HRV und unterstützt ruhige Wachheit. Bildgebung bei langsameren Raten (~5,5 bpm) zeigt Modulation in Hirnstamm- und kortikalen Netzwerken für Interozeption und autonome Kontrolle.
Wesentliche Evidenz
- Gleiches I/E bei ~5,5 bpm erhöht HRV bei gesunden Probanden.
- Gelenktes langsames Atmen (~5,5 bpm) aktiviert Hirnareale (Pons, Hypothalamus, Insula-Netzwerke) und ist mit Änderungen der Wachheit verbunden.
- Systematische Reviews unterstützen langsames Atmen zur Steigerung der HRV und Verbesserung der Stimmung.
So üben Sie
- 5 s ein, 5 s aus (ohne Pausen) für 2–5 Minuten
- Leise, nasale, diaphragmale Atmung
Sicherheitshinweise
- Bei Benommenheit Tiefe/Rhythmus reduzieren und pausieren
- Bei kardiopulmonalen Problemen Kadenz klinisch abgestimmt personalisieren
Referenzen
- Lin et al., 2014 — Breathing at 5.5 breaths per minute with equal inhalation-to-exhalation ratio increases heart rate variability (Int J Psychophysiol)
- Critchley et al., 2015 — Slow breathing and hypoxic challenge: cardiorespiratory consequences and their central neural substrates (PLoS ONE)
- Zaccaro et al., 2018 — How breath-control can change your life: a systematic review on psycho-physiological correlates of slow breathing (Frontiers in Human Neuroscience)
Haftungsausschluss: Diese Informationen dienen Bildungszwecken und stellen keinen medizinischen Rat dar. Wenn Sie kardiopulmonale oder andere gesundheitliche Beschwerden haben, konsultieren Sie vor Änderungen Ihrer Atemübungen eine medizinische Fachperson.
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